What’s hot, what’s not?

Das Schöne an Trendprognosen: Du kannst eigentlich schreiben was du willst. Denn niemand speichert sich die Vorhersagen ab, um sie ein Jahr später hervorzukramen und zu vergleichen. Zweitens sind sie so allgemein gehalten, dass sie irgendwie schon zutreffen. Was ich damit auch sagen will: Nehmt diese Vorhersagen nicht allzu ernst. Denn oft es ist doch so, dass es erstens anders kommt und zweitens als du denkst.

1. Gute Unterhaltung

Der Siegeszug von TikTok wir weitergehen. Ebenso die Versuche anderer Social Media Plattformen, TikTok ähnliche Formate zu entwickeln und zu pushen. Was ich mir erhoffe: Wenn Marken Videokurzformate nutzen, sollten sie sich nicht primär die Frage stellen, welche Benefits kommuniziert werden. Vielmehr sollte im Vordergrund stehen, wie ich meine Zuschauer unterhalte und gleichzeitig informiere. Wobei natürlich immer gilt: Nichts ist so schwierig wie lustig zu sein.

2. Care for your Community

Leider immer noch eine Art Stiefkind: Das Community Management. Das wird sich in der nächsten Zeit hoffentlich ändern. Denn wenn ich wirklich auf meine Follower höre, weiß ich ziemlich genau, was sie mögen und was nicht. Natürlich muss ich nicht meine gesamte Kommunikation nach der „Stimme des Volkes“ richten. Aber die Ohren verschließen ist genauso verkehrt. Also: Nehmet eure Community ernst und versucht sie aktiv einzubinden. Meine Vorhersage: User Generated Content wird ein Comeback erleben, wenn Marken es unterstützen. Warum beispielsweise nicht User Generated Content für Social Ads nutzen?

3. Social Selling – Influencer Selling

Auch das Influencer Marketing wird im nächsten Jahr noch wichtiger werden. Zum einen brauchen viele Marken Content-Produzenten, die wissen, was Fans gerne sehen wollen und diese Inhalte bereitstellen. Außerdem wird es im Social Selling bald einen Schritt weiter gehen: Nicht Marken verkaufen ihren Produkten direkt auf den sozialen Netzwerken, sondern Influencer machen das direkt. Der Zwischenschritt zum Online-Shop entfällt, die Hemmschwelle für einen Kauf sinkt, dass die Influencer in ihrer Community großes Vertrauen genießen.

4. Augmented Reality – mal wieder...

Ob das Trend wird? Ich habe keine Ahnung. Aber wenn Mark Zuckerberg mit Milliarden Dollar am Metaverse bastelt und für das nächste Jahr ein AR-Brille ankündigt, die vor allem mit Instagram funktionieren wird, sollte man die Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Und gerne schon einmal ein bisschen üben. Wenn du sowieso schon auf Instagram aktiv bist, stelle deinen Followern doch AR-Filter zur Verfügung, mit denen sie sich wirkungsvoll inszenieren können.

5. Social Media entschleunigt

Wenn alles nur noch auf kurze Videos mit Effekten und Musik aus ist, wird es wahrscheinlich auch einen gegenläufigen Trend geben. Instagram hat angekündigt, sich von einer foto-basierten Plattform in eine videobasierte zu transformieren. Das ist ja schon und gut und auch nachvollziehbar. Es bleibt nur eine offene Frage: Wo finden sich die vielen Menschen wieder, die gerne Fotos veröffentlichen, sie kommentieren, liken und teilen? Ich prognostiziere, dass Plattformen, die diesen „Vertriebenen“ eine neue Heimat bieten zu den Gewinnern des nächsten Jahres zählen.